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Präsentation von Ergebnissen aus dem LowExtra-Projekt auf der CESBP/ BauSIM 2016

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Herr Max Bachmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hermann-Rietschel-Institut, hat auf dem Central European Symposium on Building Physics CESBP und der BauSIM 2016, die in diesem Jahr unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach veranstaltet wurden,  Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie zweier Mehrleiterkonzepte vorgestellt.

Anhand der Machbarkeitsstudie beider Ansätze (Tank und hydraulische Weiche) zur Realisierung eines flexiblen, dezentralen Mehrleiterfernwärmesystems mit unterschiedlichen Energieniveaus wurde ein bevorzugtes System identifiziert. Flexibel bedeutet in dieser Hinsicht, dass das Vorlauf- Rücklaufprinzip aufgrund der dezentralen Ausrichtung des Netzes aufgeboben wurde.

Da sich bei der Netzkonfiguration für ein Mehrleitersystem entschieden wurde, ist es notwendig die jeweiligen Leiter hydraulisch zu entkoppeln. Im Prinzip „Tank“ erfolgt dies durch Tanks mit variablem Füllstand. Dadurch wird ein variables Leitervolumen geschaffen und die einzelnen Leiter hydraulisch entkoppelt. Im zweiten vorgestellten Prinzip erfolgt die hydraulische Entkopplung der Leiter mithilfe einer hydraulischen Weiche.  Darüber hinaus wurden zwei Regelungsmöglichkeiten beider Konfigurationen vorgestellt, eine kontinuierliche und eine diskontinuierlicher Regelungsansatz.

Unter den betrachteten Varianten und Netzkonfigurationen erwies sich der Ansatz der hydraulischen Weiche mit kontinuierlicher Regelung als vorteilhaft. Dieser Modellansatz weist 2,2% weniger Wärmeverlust und 79,5% weniger Druckverluste auf.

In der Temperaturverteilung im Netz zeigen jedoch beide Systeme Schwächen auf. Auf Grund des kleineren Massenstroms variiert die Temperatur des Konzepts hydraulische Weiche  in einem breiteren Spektrum. Ebenfalls treten Mischungseffekte auf, die mit zunehmender Regelgüte der Erzeuger geringer ausfallen.

Das Konferenzprogramm der CESBP 2016 beinhaltete neben klassischen bauphysikalischen Anwendungen vor allem Energieeffizientes Bauen  und Plus-Energiekonzepte auf Siedlungs- und Quartiersebene. Die BauSIM beschäftigte sich vor allem mit Technologien der Anwendung und Weiterentwicklung moderner simulationsbasierten Planungstools mit einem speziellen Fokus auf den Aufbau von Energiesystemen und Dienstleistungen.

Mehr Informationen finden Sie hier: Artikel „Feasibility Study of a Multilevel District Heating Grid with Dissolved Supply and Return Using Modelica“